HolunderKirsche, Johanniskraut und Holunder

Heiligengedenken - das klingt nach altmodischem Christentum. In der Tat: Frühere Jahrhunderte brachten die Heiligen mit Natur, Küche und Medizin in Verbindung: So ist Johannes der Täufer für Kirschen, Spargel, Johanniskraut und Holunder zuständig… Das wäre nun aber auch eine spannende Anregung für die Post-Moderne!

Ein altes Sprichwort sagt: "Johanni - Kirschen rot, Spargel tot". Das ist einsichtig, denn rund um das Geburtsfest des Johannes am 24. Juni werden Kirschen reif, während der Spargel seine Zartheit verliert. Das um den Johannistag blühende Johanniskraut (Hypericum perforatum) dient als pflanzliches Antidepressivum, das man allerdings nur unter therapeutischer Begleitung einnehmen sollte.

Mit Holunder gegen Erkältung!

Zur Selbstmedikation bei Erkältungen eignet sich der um den Johannistag blühende Holunder (Sambuccus niger). Man sagt zwar: "Eine Erkältung dauert mit Medikamenten sieben Tage, ohne Medikamente eine Woche"; dennoch sollten Sie sich den Holunder nicht entgehen lassen: Blütentee, bei Erkältung getrunken, fördert das Schwitzen und regt das Immunsystem zur Höchstleistung an! Rund um den Johannistag (24. Juni) blüht der Holunder. Und aus den getrockneten Blüten lässt sich herrlicher Tee zubreiten.

Tipp: Sammeln Sie Holunderblüten für den Erkältungstee im Herbst 

  • Pflücken Sie Holunderblüten! Schütteln Sie eventuellen Schmutz heraus!
  • Trocknen Sie die Blüten an einem trockenen und schattigen Ort!
  • Lagern Sie die zerteilten Blüten in luftdichten Gläsern! (Nicht länger als ein Jahr)
  • Zubereitung: getrocknete Holunderblüten mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Rechnen Sie pro Tasse 2 gehäufte Teelöffel!